Freiheit



Freiheit
(1987)

Heißt Freiheit wirklich, frei zu sein
von äußeren Einflüssen?
Kann Unabhängigkeit allein
der Weg sein, den wir gehen müssen?

Freiheit wovon? Freiheit wofür?
Sollten wir uns einmal fragen.
Wir öffnen der Vernunft die Tür,
klare Antworten zu sagen.

* * *

Frei sein vom Druck der Staatsgewalt,
von äußerer Bedrohung,
von Terrorismus in Gestalt
der menschlichen Verrohung.

Von der Allgewalt einer Partei,
von allen Extremisten,
Intoleranz und Heuchelei,
Berufsopportunisten.

Von Korruption und Machteinfluss
der Amtsautoritäten,
von moralischem Verdruss,
wenn Eigennutz empfängt Diäten.

Frei sein von Missgunst und von Neid,
von üblen Intriganten,
von Lügnern, Menschen ohne Schneid,
die dickhäutig wie Elefanten.

Von Angst, dass wir die Welt zerstören,
die Wälder, Flüsse, Meere, Seen.
Kein Vogelzwitschern dort mehr hören,
wo Gifte durch die Lüfte wehen.

Frei sein von jedem Leistungszwang
in Schule, Lehre und Beruf,
von familiärem Zwist und Zank
und Pflichten, die der Unsinn schuf.

* * *

Freiheit bleibt kein leerer Wahn,
sofern wir sie uns selbst beschränken
und auf der eigenen Lebensbahn
an Freiheitswünsche anderer denken

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