Gedanken zum Zeitgeschehen


 

Berlin


Der Repräsentant

Ein demokratisch gewähltes Staatsoberhaupt
ist auf der politischen Weltbühne der erste
Repräsentant seines Volkes.

Es ist die Erwartung seiner Wähler, dass er die
ethischen Grundwerte einer durch Geschichte
und Kultur verbundenen Gemeinschaft
überzeugend verkörpert.

Er ist Leitbild und Sprachrohr für Millionen.
Sein Auftreten und seine Äußerungen
finden über die Medien eine weltweite
kritische Würdigung und wirken prägend
für die Gesamteinschätzung seines Volkes.

So darf politische Opportunität niemals
ausschlaggebend für seine Wahl sein,
denn er eignet sich weder für eine tragische
noch für eine komische Rolle.
Trotzdem soll er ernsthaft, jedoch nicht
ohne Humor; geistreich, nicht ohne Witz,
weise, aber nicht belehrend sein.
Es ist von großer Bedeutung, dass seine
Integrität über jeden Zweifel erhaben ist.

Sieht man ihm auch kleine menschliche
Schwächen nach, so wird doch erwartet,
dass er in Fragen der Ethik und Humanität
eine eindeutige, kompromisslose Haltung vertritt.

Das Wissen um Unrecht und Unmenschlichkeit
heißt für ihn, es aktiv zu bekämpfen.
Zu bekämpfen mit der Macht des Wortes
und der Kraft seiner Persönlichkeit,
der es gelingt, über alle parteipolitischen
Grenzen hinweg die Grundhaltung aller aufrechten
Demokraten vorbildlich zu repräsentieren.

Lothar Habler, Mai 1985, nach der Rede Richard v. Weizsäckers am 8. Mai im Bundestag
veröffentlicht Dez. 1991, Verlag Kunst und Bild, Berlin







Flaggen EU-D-UNO



Die Bedeutung eines Staates aus internationaler Betrachtung
ist zu messen an


— den ethisch-moralischen Werten und dem Grad ihrer Beachtung

— der Wirtschaftskraft

— der Pressefreiheit

— der Qualität seiner Gerichtsbarkeit.








Europa

Das Bewährte wahren


Solidarität beweisen


Neues gestalten


Die Zukunft gewinnen







For the outstanding President of the United States
and great nobel peace laureate Barack Obama





















Zum Klimagipfel in Paris






Creative intelligence
should focus on the future
and have the strength of character
to act accordingly.



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Der Selbstsucht wird es nicht gefallen:
dieser Planet gehört uns allen.

An Anstand mein Appell sich richtet,
auch dieses Eigentum verpflichtet.



It won't appeal to the selfish at all,
but this planet belongs to us all.

My appeal is to fairness and decency:
this ownership also entails responsibility.




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Unsere Welt von morgen gestalten wir heute.


Let's build our world of tomorrow today.








Gedanken zu Griechenland

Armut und Reichtum


Initiative


Kühnheit


Flexibilität

Erstmals veröffentlicht 2010
(Fotos: MEV)






Gedanken zu Ukraine

Wer Frieden will, sucht Verständigung

Frieden ist ein Zustand, über den alle reden, den viele sich wünschen,
aber nur wenige herbeiführen können.


Verstaendigung


Friedensbruecke

(Fotos: Fotolia)





Gedanken zu Frankreich


Das Attentat auf Charlie Hebdo lässt erneut erkennen,
dass die Phantasie des Bösen keine Grenzen kennt.

Wir antworten nicht mit Hass,
sondern mit Verachtung der Täter und Hintermänner
sowie mit der Konsequenz des absolut Notwendigen.






La dignité humaine est inviolable          Un créateur de toutes les religions














Freiheit Foto 1


Freiheit

Woran wir Freiheit gut erkennen?
An dem, was uns gestattet ist.
An Grenzen, die nicht wir benennen.
An Freizeit, die man selbst bemisst.

Freiheit wovon? Freiheit wofür?
Das sollten wir uns einmal fragen.
Wir öffnen der Vernunft die Tür,
um klare Antworten zu sagen.

Frei vom Druck der Staatsgewalt,
von äußerer Bedrohung,
von Terrorismus in Gestalt
der menschlichen Verrohung.

Von Allgewalt einer Partei,
von allen Extremisten,
von Intoleranz und Heuchelei,
Berufsopportunisten.

Von Korruption und Machteinfluss
der Amtsautoritäten,
von moralischem Verdruss,
wenn Eigennutz empfängt Diäten.

Frei von Missgunst und von Neid,
von üblen Intriganten,
von Lügnern, Menschen ohne Schneid,
die dickhäutig wie Elefanten.

Von Angst, dass wir die Welt zerstören,
die Wälder, Flüsse, Meere, Seen;
kein Vogelzwitschern dort mehr hören,
wo Gifte durch die Lüfte wehen.

Frei vom ständigen Leistungszwang
in Schule, Lehre und Beruf,
von familiärem Zwist und Zank
und Pflichten, die der Unsinn schuf.

In zwei Zeilen lässt sich kleiden,
warum man Freiheit hoch bemisst:
Selbstverantwortlich entscheiden,
welche Handlung richtig ist.

Freiheit bleibt kein leerer Wahn –
sofern wir sie uns selbst beschränken
und auf der eigenen Lebensbahn
an Freiheitswünsche anderer denken.

“Gedanken zu Deutschland”, Edition Ha 1990 / 92


Freiheit Foto 2







Nie wieder


Demonstration zum 60. Jahrestag der Machtergreifung 30. Januar 1933.

Foto: Reuters
Text: Lothar Habler 1993, Verlag Edition Ha





 


Syrien                             Nordkorea                     Iran

Diktatoren

Diktatoren besitzen Macht, aber keine Charakterstärke.
Ihre Unterstützer sind verblendete Ideologen, Opportunisten, Claqueure,
Folterknechte und Mitläufer.

Fanatiker folgen weder der Vernunft, noch dem Friedenswillen ihres Volkes,
sondern nur den eigenen Machtgelüsten.
Wer sie in Grenzen halten will, braucht wirtschaftliche und militärische Stärke.
Sofern aus Gründen der Menschlichkeit oder zum Schutze des eigenen
Volkes deren Entmachtung geboten ist, bedarf es starker Freunde und
der Zustimmung durch den Sicherheitsrat der UNO.